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Niedersachsen



Banter See, Hemmoor, Holdorf Heidesee, Hörstel Torfmoorsee, Lingen Speicherbecken, MahndorferSee, Oker-Talsperre, Salzgittersee


Banter See

von Axel Emken (rev. 07/97), ergänzt von Pascal Kofen (rev. 07/97)

Lage: Über die A29 Richtung Wilhelmshaven
Tiefe: 10-20 Meter
Temp.: Je nach Jahreszeit zwischen 4 und 22 C°
Sicht : Je nach Jahreszeit zwischen 2-10 Meter, beste Zeit März bis ende April und dann wieder ab September
Anforderungen: Auch für Anfänger geeignet. An manchen Stellen ist aber ein bißchen Erfahrung erforderlich.
Füllstationen: Eine Tauchbasis direkt am See, mit eigenem Zugang (Kostenlos). Der Preis pro Füllung beträgt 7 DM. Adresse: Tauchsport Heinemann Helmholzstr 1-3 26000 Wilhelmshaven Tel. 04421/201294
PROFI-DIVE Tauch- und Wassersportcenter Nordhafen GmbH, Hildesheimerstraße 1, 26384 Wilhelmshaven Tel.: 04421-303633. Eine Füllung kostet 6,-DM für eine 10l-Flasche. Nach Ralf oder Marina Jonas fragen.
Beschreibung: Die beste Zeit ist zwischen März und April, da die mittleren Sichtweiten 8-10 Meter betragen. Beschränkungen was das Tauchen im See betrifft, gibt es keine. Nachttauchgänge sind erlaubt und sehr reizvoll, das nachts besonders viele Fische zu sehen sind Durch den leichten Salzgehalt des Gewässers ist etwas mehr Blei mit zu führen. Da es sich um einen alten Marinehaven handelt, sind noch einige Gegenstände aus dem 2-Weltkrieg zu finden. An manchen Stellen sind noch die gesprengten U-Bootalagen zu Besichtigen. (zu Betauchen) In größeren Tiefen ist eine gute Lampe von Vorteil. Im Winter kann bei ausreichender Eisstärke auch unter Eis getaucht werden. Außerdem befindet sich direkt am Banter See der 'UWC Manta'. Ein Tauchclub mit einer langjährigen Geschichte. Der Club bekommt gelegentlich Besuch von anderen Vereinen. Unterbringungsmöglichkeit für Gruppen sind nach Voranmeldung vorhanden. Auf und am Clubgelände findet man am Wochenende Taucher aus ganz Norddeutschland. Gute Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und kurzfristig kleinere Gruppen zu bilden. Der UWC Manta hat vor seinem Gelände einen Unterwasser-Iglu den man nach Absprache auch betauchen kann.

Kreidesee in Hemmoor

von Ulf König (rev. 8/96)

Lage: An der B73 im Landkreis Cuxhaven, Nahe der Stadt Hemmoor.
Tiefe: Tiefenkarte des Sees
Größe: 60 ha (1.3 km lang, max. 500 m breit)
Sichtweiten: 8 - 40 m
Info: Bei dem See handelt es sich um einen alten Tagebau in dem Kreide abgebaut worden ist. Der See ist seit einigen Jahren voller Wasser und ideales Tauchgebiet.
Tauchaufkommen (Pfigsten/Himmelfahrt/Ostern): ca. 1600 Taucher/Wochenende
Tauchaufkommen (Sommer): ca. 500 Taucher/Wochenende
Tauchsaison: ganzjährig
Füllstation: direkt am See (900 l/min; 0.6 DM/l
Zelten ist am See kostenlos möglich. Im See findet man Bauwerke (18-55m), Bäume (0-55m), Wald (25-55m), Steilhänge (0-60m), Betonbomben (45m), PKW (25m), Wohnwagen (25m), Vertseinerungen (0-60m), Brücke (20m), Holztreppen (40-55m), Versorgungsleitungen (0-55m; schön zwischen 32-55m), Pflanzen (0-8m), Fische (0-60m). Die Stufenterrassen (Bermen) bilden in 12 m Abständen Stufen, die sich zur Ausbildung hervorragend eignen.
Wichtige Tauchregeln im Kreidesee Hemmoor:

Weiterhin hat sich der Eintrittspreis auf 15,-DM erhöht.

Die o.g. Maßnahmen, im besonderen die Pflicht zu den getrennten Atemreglern führte zu einer enormen Verbesserung der Sicherheit:

Jeder Taucher sollte für die Maßnahmen Verständnis entgegnbringen da diese deutlich sichtbar zur Verbesserung der Sicherheit führten (Abnahme der Anzahl von Tauchunfällen) Leider waren die Taucher nicht von allein so vernünftig sich gut auszurüsten und den Regeln Verständnis entgegenzubringen so daß Kontrollen leider notwendig wurden um den See als Tauchsee zu erhalten.

Erlebnisbericht

Holdorf Heidesee

Hörstel Torfmoorsee

Lingen Speicherbecken

Mahndorfer See

von Claas Eckhoff (rev. 6/96)

Großer Badesee mit 2 Inseln.
Unterschiedliche Sichtverhältnisse.
Dieser See besteht aus einem alten Teil und einem neueren Teil und gehört zum Teil zu Bremen. Zum Tauchen ist der alte Teil interessanter.
DLRG Station (neues und altes Gebäude. Nur neues Gebäude besetzt).
Parkplatz
Beste Einstiegstelle: Strand an der alten DLRG Station.

Oker-Talsperre

von Arnd Zakel (rev. 1/97)

Lage: An der B 498 zwischen Oker und Altenau (417 m ü.N.N.)
Höhe der Staumauer: 67 m
Größe: 225 ha
Sichtweiten: 0 - 10 m
Tauchsaison: ganzjährig
Kartenmaterialen (Torsten Abraham)
Sicherheit: Jede Tauchgruppe ist eigenverantwortlich zuständig für die Erstellung eines Notfallplans, die Absicherung der Tauchstelle (Boje) und die Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln des Tauchsports. Notfallkoffer im VDST-Container (Schlüssel in der Brückenschenke)
Info: Die Oker-Talsperre wurde 1956 fertiggestellt und dient dem Hochwasserschutz, der Energiegewinnung und der Erholung. Sie ist im Besitz der Harzwasserwerke.
Der TLN und LTVB haben mit den Harzwasserwerken einen Gestattungsvertrag geschlossen, der den Mitgliedern dieser Landesverbände das Tauchen in der Oker-Talsperre ermöglicht (Mitglieder anderer Landesverbände dürfen auch als Gäste eines berechtigten Vereins nicht in der Oker-Talsperre tauchen!).
Beim Tauchen in der Oker-Talsperre ist u. a. folgendes zu beachten:

Die Einhaltung dieser Regeln wird von den Harzwasserwerken überprüft!
Die Oker-Talsperre ist aufgrund der natürlichen Gegebenheiten (Dunkelheit und Kälte) ein sehr anspruchsvolles Gewässer! Ein sehr guter Kälteschutz ist das ganze Jahr über erforderlich. Zwei getrennt absperrbare, relativ vereisungsfeste Automaten und eine gute Lampe sind für das sichere Tauchen in der Oker-Talsperre ebenfalls zwingend notwendig.
Beim Tauchen in der Oker-Talsperre findet man noch Fundamente bzw. Keller von Häusern sowie Brücken und Straßen aus der Zeit vor der Überflutung. Auch erkennt man noch verschiedene Flußbetten (z. B. Oker, Weißes Wasser) sowie einige der Triebgräben und Stollen, die dem Betrieb des Kraftwerks im ehemaligen Schulenberg dienten. Je nach Jahreszeit bzw. Wasserstand und Ziel des Tauchgangs werden Tiefen von 25-40 m erreicht. Begegnungen mit Fischen (in erster Linie Barsche und Gründlinge, gelegentlich auch Forellen) sind eher selten. Pflanzen gibt es in der Oker-Talsperre so gut wie gar nicht.
Da es an der Oker-Talsperre keine Füllstation gibt und der Betrieb von Kompressoren verboten ist, muß man genügend Luft mitnehmen.

Salzgittersee

von Astrid Brunke (rev. 10/95), ergänzt von Christian Köhn (rev. 07/97)

Lage: In Salzgitter im Stadtteil SZ-Lebenstedt. Zu erreichen z.B. über die A39 (AB-Dreieck Salzgitter - Braunschweig), Abfahrt SZ-Lichtenberg oder SZ-Süd, der Beschilderung zum See folgen, dort das unbebaute Westufer aufsuchen. Parkmöglichleiten am "dicken Baumstamm", nahe Angler und Taucherheim.
Tiefe: Im ausgewiesen Taucherbereich bis ca. 15 m. Wer sich vertaucht stößt u.U. aber mitten im See auf Gebiete von nur ca. 3 m Tiefe!
Sichtweiten: Durchschnittlich ca. 5 m, machmal mehr, natürlich jahreszeitlich schwankend.
Info: Es handelt sich um einen Baggersee, an dem bis vor ca. 15-20 Jahren Kies abgebaut wurde. Schon als noch das Kieswerk stand, wurde am Ostufer der See intensiv zum Baden und Wassersport genutzt und von der Stadt Salzgitter ein sorgfältiger Ausbau zum Naherholungsgebiet betrieben. In der Vergangenheit soll es einige Probleme mit der Gewässergüte gegeben haben, der See soll vor Jahren umgekippt gewesen sein, z.Zt. läßt sich jedoch ein sehr guter Zustand feststellen.
Umkleidemöglichkeit in einer Art "Buswartehäuschen" direkt am See, mit Boje markierter Tauchplatz, gut ausgebaute Einstiegstufe. Um den See herum befinden sich Telefonzellen und Notrufsäulen, eine DLRG-Wachstation am gegenüberliegenden Seeufer, Krankenhaus am See, nächster RTH und Druckkammer in Hannover. Vorsicht beim Auftauchen, außerhalb der Taucherzone herrscht sehr intensiver Surf- und Segelbetrieb!
Taucht man vom Einstieg rechts weg, dann findet man ein schön bewachsenes Gebiet mit sanften Hügeln und Kuhlen. Links weg hingegen stellt sich die UW-Landschaft ganz anders dar, hier taucht man an einer Felsenkette entlang, vereinzelt finden sich noch rostige Zeugen aus alten Industriezeiten, jedoch nicht spektakulär. Wer viel Luft hat, der gerät anschließend in ein sehr flaches Gebiet, in dem Anglergerüchten zufolge ein großer Wels gesehen worden sein soll. Ich kann das trotz zahlreicher Tauchgänge nicht bestätigen, meine regelmäßigen Begegnungen sind Flußbarsche, Zander, Aale, Hechte, Karpfen, Krebse, Teichmuscheln u.v.m.
Neuer Einstieg!
Was war passiert ? Durch regen Zuspruch und mangels ausreichender Parkplätze wurden immer wieder die Landstraße,der Fuß- und Radweg und der gegenüberliegende Feldweg zugeparkt. Bauern kamen mit ihren Gerätschaften nicht auf die Felder, der PKW-Verkehr wurde teilweise behindert und Zeitweise hatten es auch Fussgänger und Radfahrer schwer durchzukommen. Außerdem wurde der Stichweg zum Grillplatz (Buswartehäuschen ) als wilde Müllkippe genutzt {Auch das wurde den Tauchern angelastet). So hagelte es viele Beschwerden. Mit der Stadt Salzgitter haben wir, die Tauchgemeinschaft Sepia, folgende Uebereinkunft getroffen:

  1. Der See wird nicht für fremde Taucher gesperrt
  2. Der Taucheinstieg wurde verlegt.
Der neue Taucheinstieg befindet oberhalb des obenen beschriebenen. Ortsausgang Fredenberg rechts auf den grossen Parkplatz (Weststrand). Dort wurde von uns ein neuer Taucheinstieg angelegt. Taucht man von dort nach links, so kommt man zu der oben beschriebenen Stelle. Am neuen Taucheinstieg stehen ausreichen Parkplätze, sowie Toiletten zur Verfügung (Toiletten neben dem Kiosk ). Der alte Taucheinstieg kann weiterhin benutzt werden, und wird er auch. Nur ist der Fussmarsch dorthin jetzt etwas länger. Dies wird von einigen Tauchern durch Handwagen ausgeglichen, mit denen das Gerät transportiert wird. Der Stichweg zum Grillplatz ist von der Stadt bereits beseitigt worden und auch der Feldweg soll in nächster Zeit durch eine Schranke gesichert werden. Durch diese Maßnahmen ist das Fahrzeugaufkommen an der oben beschriebenen Stelle zwar geringer geworden,es kommt aber immer noch zu Beschwerden, da einige Taucher dort nach wie vor parken.
Zum Schluss noch etwas angenemess. Der angebliche Wels ist sehr real und es existieren auch einige Fotos, die dem Phantom ein Gesicht geben. Allerdings hält sich der Wels (ca.180 cm Länge )nur zeitweise in dem Gebiet auf, so das schon etwas Glück dazu gehört ihn auch wirklich zu sehen.